Tablettenherstellung: Doppelte Leistung durch kleinere Stempel

Tablettierung ist ein lang etablierter Prozess in der Pharmaindustrie. Im Prinzip haben sich die Grundlagen seit der Erfindung der ersten Rundläufer-Tablettenpresse im 19. Jahrhundert nicht geändert. Angesichts des zunehmenden Kostendrucks in der Pharmaindustrie steigen jedoch die Anforderungen an Produktionsprozesse und es gibt Bedarf an Innovationen.

Pmax mit 66 Stationen und FS12 Stempeln für die 2090i

Ein schönes Beispiel für solche Innovationen ist die Hochleistungs-Doppelrundläuferpresse mit dem neuen 110-Stationen-Segmentrotor 3090i von Fette Compacting. Mit ihr können 1,3 Millionen Tabletten in der Stunde verpresst werden. Während die durchschnittliche Gesamtanlageneffektivität (OEE) der Tablettenproduktion laut VDMA bei 30 % liegt, erreichen Kunden mit einer Maschine von Fette Compacting deutlich über 60 %. Ausschlaggebend für diese Leistung sind die neu entwickelten FS12-Stempel. Sie sind mit einem Schaftdurchmesser von 12 Millimetern kleiner als herkömmliche Stempel und benötigen somit nur einen geringeren Abstand zwischen den Matrizenbohrungen. Obwohl die maximale Presskraft in Vergleich zu anderen Normstempeln reduziert ist, sind die 25 kN für den Großteil der Produkte ausreichend. Außerdem ist durch den niedrigeren Durchmesser des Stempels auch der Durchmesser des Stempelkopfs kleiner, was höhere Standzeiten gewährleistet.

 

Mit den Stempeln dieser neuen Generation bilden die Rotoren von Fette Compacting das Herzstück der schnellsten Tablettenpressen der Welt. Diese Entwicklung macht deutlich, dass es immer noch viel Potenzial für Innovationen gibt, auch in den etablierten Branchen.